Hallo Freunde!
Knapp über einen Monat ist es nun her, dass ich wieder zuhause in Europa angekommen bin und nach einer kurzen Verschnaufspause hat mich auch der Alltag wieder voll eingeholt (leider). Um mein 'Projekt Afrika' quasi abzuschließen, bin ich euch noch ein Fazit schuldig und bevor ich jetzt wieder großartig zum Schwafeln loslege, beginnen wir diesmal lieber gleich und schmerzlos!
Die Vorbereitung:
Mit der Planung hab ich schon sehr bald angefangen, ca. 2 Jahre bevors dann tatsächlich losging, allerdings geht das mit Sicherheit viel viel schneller. Wenn's finanziell gleich gepasst hätte, wär' ich wohl schon ein Jahr früher gefahren und dann war noch das ewige hin und her, ob mich jemand begleitet oder nicht, naja, egal! Mit der Organisation 'mylabadi.de' hab ich einen Glücksgriff getätigt. Die 2-Mann/Frau-Firma arbeitet sehr gut, hat eine gute Auswahl an Projekten und bietet im Groben das Gleiche an, wie weit kostspieligere Alternativen! Klemens, der Chef, ist sehr zuvorkommend und zeichnet sich durch gute, persönliche Betreuung aus. Ich hatte oft die Möglichkeit, mit ihm zu Skypen/Telefonieren, so werden mögliche Fragen gut und schnell beantwortet!
Zum Thema Impfungen: Ich empfehle auf jeden Fall eine Gelbfieber- und Typhusimpfung, alles andere wie Tollwut, usw soll jeder selbst entscheiden. Als Malaria-Prophylaxe empfehle ich Doxycyclin, ich hatte eig. keine Nebenwirkungen bemerkt, die Kosten halten sich in vernünftigen Grenzen, Malaria hatte ich auch keine, perfekt!
Unterkunft:
Mir hat's sehr gut gefallen in Mtwapa bei meiner Gastgeberin Jacque. Die Volos, wir waren zeitweise zu viert, wohnten in einem Appartement direkt über Jacques Wohnung, mit europäischer Toilette, Dusche mit Warmwasser und Strom. Einen Tisch und Stühle gab's nicht, eine Küche oder Kühlschrank auch nicht, was aber eig. auch nicht wirklich notwendig war, da wir von Jacque Frühstück (zugegeben sehr karg, aber man hat ja durchaus die finanziellen Möglichkeiten, es sich etwas aufzubesern mit mehr Obst, Marmeladen, Honig, usw) und Abendessen (einfache kenianische Küche) bekamen und es stellte eig. kein Problem da, mal etwas in Jacques Kühlschrank zu lagern.
Mittags muss man sich das Essen selbst organisieren, was aber kein Problem darstellt, da es in unmittelbarer Nähe genug billige Restaurants und Marktstände gibt, die warme Kleinigkeiten sehr günstig verkaufen. Wenn man aber in Hotels essen möchte, muss man auch mit den 'europäischen Preisen' rechnen.
Kultur:
Vieles ist in Kenia ganz anders als in Europa, und das ist auch gut so. Der berühmte Kulturschock ist bei mir allerdings ausgeblieben, weil ich mich im vorhinein mehr oder weniger drauf eingestellt habe. Ich werde jetzt 3 Monate in Afrika leben, muss also meinen eigenen Lebensstandard etwas zurückschrauben und mich auf das, was mich erwarten wird schlichtweg einstellen müssen. Das klingt jetzt sehr negativ, ist es aber keineswegs! Ich hab mich sehr schnell an die örtlichen Begebenheiten gewöhnt und hab die komplett fremde Kultur wirklich sehr genossen. Auch wenn es manchmal zu kleineren Missverständnissen kam, wurde ich sehr gut aufgenommen, ich habe viel gesehn und gelernt und schaue jetzt, wo ich zuhause bin, neidisch auf den stressfreien, einfachen, lockeren Kontinent rüber! Die Leute sind grundsätzlich sehr freundlich und hilfsbereit, wenn man also ohne Vorurteilen und Berührungsängsten bzw. mit einer gewissen Offenheit Neuem und Fremden gegenüber kommt, und sich einfach drauf einlässt, kann nicht viel schief gehen.
Natürlich muss und soll man sich nicht alles gefallen lassen und die Gradwanderung zwischen Vorsicht, Vertrauen, Misstrauen und Wagnis ist oft sehr schmal. Man muss einfach für sich selbst entscheiden, will ich mich jetzt auf ein Gespräch einlassen oder laufe ich mit der Einstellung 'Traue niemanden!' durch die Gegend. Beide Fälle sind mit Sicherheit nicht immer angebracht, das muss man selbst entscheiden und abwiegen. Ich für meinen Teil habe allerdings selten schlechte Erfahrungen gemacht, wenn ich mich auf Einheimische einließ, dnen genauso lernt man die Kultur und das Leben der Menschen kennen. Wer allerdings mit der Einstellung ins Land kommt: Ich bin Europäer und deshalb soll jetzt alles nach meinen gewohnten Regeln laufen, dem empfehle ich den Reisewunsch Afrika zu überdenken. Damit macht man sich nur selbst unglücklich und wird die Reise nicht genießen können.
Kilimanjaro-Besteigung und Safari:
Beide Trips habe ich mit dem Unternehmen 'Uhuru-Treks' organisiert und durchgeführt. Der Chef, Fredy, war ausgesprochen zuvorkommend, hat sich um alles gekümmert. Es gab eig. kaum Momente, wo ich ein unsicheres Gefühl hatte und die Reise ansich war unglaublich toll! Ich kann die kleine Firma nur weiterempfehlen! Der Preis war OK, es geht mit Sicherheit auch billiger, allerdings muss man sich dann mit Sicherheit über die entsprechende Qualität ärgern.
Ich habe erst 3 Woche vor dem Start Kontakt zu UhuruTreks aufgenommen via Internet und Telefon. Man hat alles für uns organisiert, von der Anreise nach Tansania, Abholung, Hotel, Ausrüstung, die Trips, Flughafentransfer usw., also quasi All-inclusive! Bezahlt haben wir ca. 2000$ für alles (!), und zwar Bar bzw. via Kreditkarte. Der Umgang war sehr freundlich und familiär, wie gesagt: Ich kann's nur weiterempfehlen! --> www.uhurutreks.com
Zuletzt will ich mich nochmals bedanken für's eifrige Mitlesen, einen Blog zu schreiben während einer Reise war weit mehr Arbeit und Aufwand, als ich dachte. Es hat sich aber gelohnt, euer Feedback war echt Balsam für die Seele und wenn ich mir die eigene Blogstatistik angucke, bin ich schon sehr über das Publikum überrascht! ;) Gefällt mir!
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| Extra betonen möchte ich noch die 7 Zugriffe aus Nicaragua, die hier leider nicht mehr angezeigt werden! ;-) Voll genial, aber warum?! |
Also nochmal herzlichen Dank und falls noch jemand an meine ehemaligen Projekte spenden möchte oder Fragen hat, dann scheut euch nicht davor, mich zu kontaktieren! :-)
Liebe, vermutlich letzte Grüße,
Euer Berni

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